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Die Schaltung

Die Wechselvorrichtung am Hinterrad, mit der meistens der Kettenspanner kombiniert ist, wird üblicherweise als Schaltwerk bezeichnet, die vordere Wechselvorrichtung als Umwerfer. Die Ritzel bilden zusammen das Ritzelpaket (auch als Kassette bezeichnet). Die vorne befindlichen Kettenräder werden auch Kettenblätter genannt.

Bei einer Kombination von Ketten- und Nabenschaltung wird in der Regel vorne nicht geschaltet, es gibt nur ein Kettenrad.

Abhängig vom Einsatzzweck des Fahrrades kommen Kettenblätter mit 20–44 Zähnen beim Geländerad (meist drei Kettenblätter) oder 30–55 Zähnen beim Rennrad (zwei Kettenblätter 34–50, 39–53 oder drei Kettenblätter 30–39–52) zum Einsatz. Das Ritzelpaket enthält bis zu elf (typischerweise 7…10) Ritzel bei Zähnezahlen von 11 bis zu 36 Zähnen, bei Rennrädern oft nur bis 21 oder 25.

Die Kette wird im Schaltwerk von der Schaltschwinge[1] sowohl geführt als auch gespannt. Die Schaltschwinge besteht aus zwei kleinen Zahnrädern, den sogenannten Kettenrädchen, die meist aus Kunststoff bestehen und senkrecht untereinander in einem Käfig angeordnet sind. Das obere Kettenrädchen heißt Kettenleiträdchen oder Kettenführungsrolle und dient zur Führung der Kette unter das gewünschte Ritzel. Das untere Kettenrädchen heißt Kettenspannrädchen oder Kettenspannrolle. Die Schaltschwinge ist um eine Achse drehbar, die entweder mit der Achse des Kettenleiträdchens zusammenfällt (sogenannte Zweipunktlagerung) oder etwas außerhalb liegt (sogenannte Dreipunktlagerung oder Pantograph).[2] Sie wird von einer Drehfeder gespannt, so dass die Kettenspannrolle die Kette nach hinten zieht und damit spannt. Die Schaltschwinge ist außerdem über eine Parallelogramm-Mechanik seitlich verschiebbar, um die Kette mittels des Kettenführungsrädchens auf das gewünschte Ritzel zu führen.

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