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Fahrrad

Ein Fahrrad, kurz Rad,  ist ein zumeist zweirädriges (einspuriges) Landfahrzeug, das mit Muskelkraft durch das Treten von Pedalen angetrieben wird. Sonderformen wie Dreiräder für Kinder, Senioren oder Behinderte und wie dreirädrige Liegeräder haben drei Räder und sind dreispurig. Fahrradrikschas und Fahrradtaxis können sowohl dreirädrig als auch vierrädrig (zweispurig) sein. Bei Lastenfahrrädern gibt es zwei-, drei- und vierrädrige Ausführungen. Es gibt auch Pedalecs und Elektroräder, wo man während der Fahrt von einem Elektromotor Unterstützung erhält.

Für die Benutzung eines Fahrrades im öffentlichen Straßenverkehr gibt es in jedem Land spezifische gesetzliche Bestimmungen.

Das Fahrrad gibt es in verschiedenen Größen, man unterscheidet dabei vom Kleinkind- bis zum Erwachsenfahrrad.

Modell Größe Körpergröße/Alter
Kinderfahrrad 12 Zoll 70- 90 cm
Kinderfahrrad 16 Zoll 90 cm- 1,20 m
Kinderfahrrad 20 Zoll 1,20 cm- 1,50 m
Jugendliche und Erwachsene 24 Zoll ca. 12 Jahre
Jugendliche und Erwachsene 26 Zoll ca. 16 Jahre
Jugendliche und Erwachsene 28 Zoll ab ca. 18 Jahre

 

Entstehung des Namens

Der Begriff „Fahrrad“ wurde von den deutschen Radfahrervereinen 1885 für „Bicycle“ (englisch von französisch: le vélocipède bicycle = „das zweirädrige Veloziped“) geprägt.[1] Er setzte sich aber erst durch, als in der Zeit der Weimarer Republik die Ablehnung des Französischen als Sprache des Hochadels einsetzte. Aus dem immer noch verwendeten Veloziped wurde das Fahrrad. In der Schweiz hat diese Ablösung des Französischen nicht stattgefunden, so dass bis heute die Bezeichnung Velo als Abkürzung für vélocipède üblich ist. Bis zur Mitte der 1920er Jahre wurde das Wort Fahrrad eher für Motorräder verwendet, und deren Motor hieß häufig „Fahrradmotor“.[2] Auch die Begriffe „Radfahrer“ (umgangssprachlich Radler) und „Radfahren“ stammen von den deutschen Radfahrervereinen.

Regionale Bezeichnungen sind „Fietse“ im Niederdeutschen (ähnlich „Fiets“ im Niederländischen) und „Leeze“ in der Sondersprache Masematte in Teilen des Münsterlands.

Bedeutung als Verkehrsmittel

Mehr als 50 % der in einer Stadt zurückgelegten Wege sind weniger als fünf Kilometer lang, also mit einem Fahrrad gut zu bewältigen. Die öffentliche Förderung macht inzwischen auch eine Kombination aus individuellem Radfahren und öffentlichem Nahverkehr möglich. Wer nicht die ganze Strecke fahren möchte oder einen weiteren täglichen Weg hat, kann eine Teilstrecke zusammen mit seinem Rad in öffentlichen Nahverkehrsmitteln zurücklegen: besonders in U- und S- bzw. Stadtbahnen, aber auch Bussen. In einigen Ländern sind an Bussen Fahrradträger angebracht, in Deutschland ist, soweit gestattet, die Mitnahme im Fahrzeug üblich. Man kann das Rad aber auch in Fahrradstationen oder Fahrradparkhäusern an den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel abstellen. Öffentliche Fahrräder an Fahrradmietstationen sind ein Angebot in verschiedenen Städten, um die Nutzung zu fördern und dem Diebstahl entgegenzuwirken.

Bücher über Radreisen gab es schon Ende des 19. Jahrhunderts,[6] aber der Radtourismus ist erst eine Folge des sich jüngst entwickelnden Massentourismus, der durch die Anlage von Radfernwegen und regionaler Radroutennetze als ökologische Urlaubsvariante gefördert wird.

In Deutschland betrug der Bestand an Fahrrädern 2010 ca. 69 Millionen Stück; jährlich werden ca. 4 Millionen Neufahrräder verkauft.[7] In den letzten Jahren fand eine teilweise Verlagerung zu Fahrrädern mit unterstützendem Elektroantrieb (Pedelec) statt.

Quelle: Wikipedia

Die Geschichte des Fahrrads

Die Geschichte des Fahrrads (ab 1815) wurde in der “ADFC Radwelt” im Jubiläumsjahr 2017 in 6 Teilen beleuchtet.
Hier finden Sie die 6 interessanten Ausgaben im PDF-Format.

 

 

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